Stadthallen-Parkdeck: Kunst – aber kein Denkmalschutz

vom 03.02.2018 in Aus der Fraktion P², Braunschweig, Bürgerbeteiligung, Gesellschaft, Kultur, Niedersachsen, Stadtentwicklung, Transparenz

Uns erreichte eine Anfrage von regionalbraunschweig mit der Bitte um Stellungnahme zur Entscheidung, dass das Parkdeck an der Stadthalle nicht als Denkmal ausgewiesen wird. In der Stellungnahme der Verwaltung hieß es:

„Das Landesamt habe somit die Argumente der Stadt, warum das Parkdeck keinen Denkmalwert hat, positiv gewürdigt. Die jetzige Entscheidung des Landesamtes verschaffe der Stadt bei der weiteren Planung auf dem Grundstück, nicht zuletzt mit Blick auf den vorgesehenen Hotelbau, mehr Flexibilität. Gleichwohl müssen bei Veränderungen im Stadthallenumfeld als auch bei der Sanierung des Gebäudes Denkmalschutzaspekte berücksichtigt werden.“

Hier die Statements:



Maximilian P. Hahn, Die PARTEI,
Vorsitzender von DIE FRAKTION P²

Ich finde es sehr sehr schade, dass das Parkdeck nun doch nicht unter Denkmalschutz steht. Das Parkdeck – im Baustil des Brutalismus errichtet – hat das Bahnhofsviertel erst so richtig gemütlich gemacht hat.


Christian Bley, PIRATEN,
Mitglied im Bau- sowie Planungs- und Umweltausschuss für DIE FRAKTION P²

Ich hatte fest damit gerechnet, dass diese „Augenweide aus wohlgeformtem Beton“ unter Denkmalschutz gestellt wird. Wir alle haben so positive Erinnerungen an dieses Parkdeck: Sei es das freudige Entrichten der Parkgebühren, das uns jedes Mal wieder das Herz erwärmt, das Erfassen und Speichern der PKW-Kennzeichen beim Besuch oder einfach das Bestaunen dieser architektonischen Meisterleistung.

Mein erster Besuch in Braunschweig begann am Hauptbahnhof mit einer Fahrt mit der 419. Als ich die Stadthalle und das angrenzende Parkdeck sah, dachte ich: „WTF!?“. Nach und nach habe ich mich dann an dieses Monstrum gewöhnt. Ja, das Parkdeck ist ein markantes Gebäude – und trotzdem hässlich.

Von daher finde ich es positiv, dass dort kein Denkmalschutz ausgewiesen wurde und somit an dieser Stelle dann demnächst ein anderes, markantes und hoffentlich schöneres (!) Gebäude seinen Platz finden wird. Und natürlich wird weder der Bau des Hotels noch die Sanierung der Stadthalle reibungslos ablaufen. Bei einem Projekt in der Größenordnung muss man immer mit Unvorhergesehenem rechnen. Und wenn das Unvorgehergesehene positiv sein sollte – umso besser. Also, lassen wir uns überraschen.


geschrieben von: DIE FRAKTION P²

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