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Piraten entern Prinzenpark

Am Ostermontag wurde ein ungewöhnliches Gefährt im Braunschweiger Prinz-Albrecht-Park gesichtet: Ein Piratenschiff! Anlass war die Katastrophe im AKW Tschernobyl, die sich im April zum 25. Mal jährt. Bei den bundesweiten Aktionen an diesem Tag, koordiniert durch das Bündnis „Tschernobyl25“,  demonstrierten ca. 120 000 Menschen gegen Stromerzeugung aus Kernspaltung.

Das weithin sichtbare Segel der Piraten in Braunschweig zog zahlreiche Schaulustige und Interessierte an, die sich an der Piratenaktion „Ausstieg ausmalen!“ beteiligten und das Schiff nach und nach mit ihren Werken dekorierten. Vor allem die kleinen Besucher des Parks staunten und nahmen die Malaktion gegen Atomkraft freudig an.

Wir danken Matthias Stoll aus Gifhorn für die Bereitstellung des Schiffes

Die gesammelten Bilder können unter www.ausstieg-ausmalen.de angeschaut werden

Das Unglück von Fukushima am 11. März 2011 holt Tschernobyl und Harrisburg zurück in unser Gedächtnis. Es zeigt uns einmal mehr, dass Atomkraftwerke definitiv nicht sicher sein können und jederzeit durch innere und äußere Einflüsse (Naturgewalten, Flugzeugabstürze oder bewusste Anschläge) zur weltweiten Bedrohung werden können.

Hunderttausende sind an den Folgen der radioaktiven Wolke gestorben und noch heute leiden viele Menschen an den Spätfolgen. Es gibt keine Lösung für den Millionen Jahre strahlenden Atommüll. Gerade das Atommülllager Asse II zeigt uns täglich, dass Atommüll nicht einmal für wenige Jahrzehnte sicher gelagert werden kann. Die Atomtechnologie ist nicht beherrschbar und damit unverantwortlich!